Ich habe lange gebraucht zu akzeptieren, dass mein Glücklichsein komplett banal ist.
Lange glaubte ich, ich muss pausenlos in Bewegung sein wie Wandern, Sport, Reisen, hart arbeiten, etwas erleben, um DAS Glücksgefühl zu erleben. Ich war immer ruhelos auf der Suche!
Und ja, wenn ich dann oben auf dem Berg stand und mein Blick in die Ferne schweifte, mit dem SUP allein frühmorgens auf dem See war oder auf Reisen wunderschöne Orte entdeckte, war er da, dieser wunderbare, heissbegehrte Glücksmoment.
Für exakt 2 Sekunden. Und Schwups war er wieder weg.
Kennst du das? Dieses kurze Kribbeln in der Magengegend, wenn Freude aufkommt? Das ist dieses kleine Quäntchen Glück, auf das alle hoffen, wenn ES dann so weit ist, dass dies ein Dauerzustand wird.
Wenn ich DEN JOB habe, dann bin ich glücklich. Wenn ich DIESES GELD habe, bin ich glücklich. Wenn ich SO AUSSEHE, bin ich glücklich. Wenn meine Work Life Balance endlich stimmt, dann wird alles gut.
Dann habe ich verstanden: Selbst das grosse Glück fühlt sich nicht grösser an als das kleine.
Boris Becker und Michael Schumacher haben bitterlich geweint, in dem Moment, als sie verstanden, dass sie nun die Besten der Welt sind und es nicht mehr höher oder besser geht. Sie waren da, wo sie immer hinwollten. Der Weg war zu Ende. Tränen der Freude, dann Tränen der Erkenntnis. Leere.
Viele verlassen beim Streben nach DEM Glück ihre Familie, verlieren ihre Liebe, vergessen, wer sie sind und was sie im JETZT glücklich macht. Manche landen irgendwann in einer tiefen Erschöpfung, weil sie jahrelang einem Ziel hinterhergerannt sind, das gar nicht zu ihnen gehört.
Und wenn sie dann dort sind, wo sie glauben, dass das Glück auf sie wartet, erkennen sie erst:
Shit, was habe ich getan!
Es sind die kleinen Momente des Glücks, die sich auf dem Lebensweg ansammeln. Bei mir ist es so banal, ich konnte es kaum glauben:
Schreiben, lesen, Geschichten erzählen, mit Menschen reden, sie zum Lachen bringen und glücklich sehen, in der Natur sein, Hunde knuddeln. Und dies mit den ausgewählten Menschen und Wegbegleitern, die ich von Herzen liebe. Mehr ist es nicht.
Das für mich zu akzeptieren, war gar nicht so einfach, denn es entspricht ja nicht dem, was uns erzählt wird, was uns glücklich macht. Das, was wir angeblich tun sollten für unser Glück, macht vor allem andere glücklich, indem wir dafür bezahlen.
Als ich erkannte, wie ich mir diese immer wiederkehrenden Glücksmomente in mein Leben bringe, habe ich einen Weg gesucht, dies in mein Berufsleben zu integrieren. Schlussendlich ist es mein Beruf geworden.
Heute begleite ich Menschen in ihrer beruflichen Neuorientierung, in der Karriereberatung und in der Laufbahnberatung, wenn sie spüren: So wie bisher geht es nicht weiter. Da muss mehr sein. Nicht mehr Druck. Nicht mehr Status. Sondern mehr Echtheit.
In meinen Workshops geht es um einen meiner Glücksmomente: Menschen zu sehen, die glücklich sind.
Und so habe ich mir beigebracht, sie beim Herausfinden, was sie glücklich macht, zu unterstützen. Denn dies haben viele vergessen.
Für manche geht es darum, ihre Berufung zu finden. Für andere darum, ihr Kompetenzprofil klarer zu sehen, wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen oder nach einer Phase der Unsicherheit einen guten nächsten Schritt zu machen.
Und sobald sie dann erkennen, was es ist, ist ihnen auch klar, in welche Richtung es in der Zukunft gehen wird. Weil sie dann wissen: Das tut mir gut, darauf freue ich mich, das mache ich gerne, in diesem Umfeld fühle ich mich sicher und kann aufblühen.
Mit dieser Klarheit sind die Entscheidungen für die Zukunft, vor allem in beruflicher Hinsicht, viel einfacher zu fällen.
Denn sie basieren auf deinem eigenen Fundament der Zufriedenheit und des Glücks.
Falls du ebenfalls herausfinden willst, welche Tätigkeiten im Leben dir Glücksmomente bereiten, dann melde dich zu einem meiner Workshops. Mein Angebot ist für Menschen, die sich beruflich neu ausrichten möchten und wieder spüren wollen, was sie wirklich lebendig macht.
Oder melde dich, wenn eine individuelle Begleitung für dich das Richtige ist.